Sonntag, 17. Februar 2008

HU SAP

Und siehe da: es geht besser.

Gestern waren wir in der Mensa-Nord auf der Semesterabschlussparty der Humboldt-Universität. Erster Gedanke: Endlich wieder unter Altersgenossen. Zweiter Gedanke: sieht fast genauso aus, wie die Mensapartys in Ilmenau, nur mit leicht höherem Frauenanteil. Außerdem glaube ich immer mehr, dass Berlin einfach nur ein großes Dorf ist, nachdem ich heute schon wieder jemanden (den ich vom Sport kenne) unerwartet getroffen habe.

Traurig, weil das Semester schon zuende ist: Studenten

Auch wenn die Feier sehr lustig war, im Nachhinein finde ich es garnicht so gut, dass das Semester schon fast vorbei ist. Denn im Prinzip gefällt es mir hier recht gut.

Trotz der insgesamt guten Stimmung gibt es immer einige, die nicht ganz ohne negative Schwingungen auskommen. In Berlin kann man das jeden Tag beobachten. Gestern wurde ich unfreiwillig Zeuge eines besonders anschaulichen Beispiels, das ich euch nicht vorenthalten möchte.

Ein gut gelauntes Berliner Alphamännchen tanzt ganz ungezwungen alle Frauen an und scheint dabei viel Spaß zu haben. Sein Alter schätze ich auf 18-25. Dann tanzt er jedoch eine Frau an, die mit ihren vier Kumpels da ist. Denen bereitet das nicht so viel Freude. Also schubst einer von ihnen das südländische Alphamännchen mit einem kräftigen Hüftschwung bei Seite. Dieses erwidert den Hüftschwung mit einem etwas heftigeren Hüftschwung, usw. usf. Etwas später haben die Kumpels der Frau sich schützend vor sie gestellt. Aber Romeo geht es inzwischen garnicht mehr um seine Julia, sondern nurnoch um seine angekratzte Ehre. Als er merkt, dass er den vieren körperlich nicht ganz gewachsen ist, zückt er sein schickes Handy. Während er also telefonierend vor den vier Freunden der Frau steht, weicht zunehmend die Farbe aus deren Gesichtern. Natürlich weiß niemand, wen er angerufen hat oder was er ihnen gesagt hat, aber offensichtlich war es den vier Bodyguards nicht ganz Recht, denn sie versuchten ihn zu beschwichtigen und dazu zu bringen das Telefon aus der Hand zu legen. Nach einer langen Zeit dieses Hin und Hers kam dann ein mächtiger Türsteher und hat das Alphamännchen hinaus geleitet.

Aber das nur am Rande, letztendlich hat es einfach nur sehr viel Spaß gemacht =)

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