Samstag, 26. Januar 2008

We don't need no water...

Doch, heute schon brauchen wir es schon und zum Glück ist die Feuerwehrstation nicht weit von hier.



Eine Wohnung im Nachbarhaus hatte nämlich Feuer gefangen. Als ich heute beim Wäscheaufhängen die Polizeibusse sah, die die Straße absperrten, und dazu noch, wie sich ganz langsam große Feuerwehrautos quasi vor meine Haustür schoben, habe ich dann beschlossen, mir das mal näher anzusehen.



Zum Glück war schon recht schnell alles gelöscht. Ansonsten wäre das Feuer vielleicht auch auf mein Wohnheim übergesprungen, was ich nicht gut gefunden hätte.



In diesem Sinne, danke liebe Feuerwehr.

Ein feuriges Erlebnis ganz anderer Art konnte ich wenig später beim türkischen Herrenfrisör - wo das Nichtraucherschutzgesetz übrigens keine Wirkung entfaltet - erleben, als ich eine recht interessante Methode zur Entfernung der zarten Härchen am Ohr kennenlernte.

Auch sonst habe ich den Eindruck, erwähntes Gesetz wird noch nicht so richtig ernst genommen. Zumindest vermittelt Clubpersonal diesen Eindruck, wenn es demonstrativ vor einem (wahrscheinlich selbst angebrachten) Rauchverbotsschild in aller Seelenruhe vor sich her qualmt.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Die Welt

Sie ist klein.

Unglaublich, wen man alles so trifft in der S-Bahn.

Sonntag, 13. Januar 2008

Ein ganz normales Wochenende

Kurz entschlossen bin ich am Freitag mit zwei Kommilitonen in den Icon Club gegangen, wo Luke Vibert feinste elektronische Musik ganz nach meinem Geschmack auflegte. Der Club ist nicht groß, aber sehr gemütlich.

Außerdem habe ich die Antwort auf eine Frage gefunden, die mich schon seit längerem beschäftigte: Warum sind die Sitze in der U-Bahn grundsätzlich unbequem? Damit man auf der Fahrt nicht einschläft und seine Station verpasst. Einleuchtend.

Nachdem ich also am Samstagmorgen eine der westlichen Endstationen inspiziert hatte, ging es am Abend - nach einem kurzen Abstecher in eine Bar, wo ein Freund seinen Geburtstag nachfeierte - ans andere Ende der Stadt, wo eine alte Bekannte ihren Geburtstag nachfeierte.

Insgesamt also ein normales Wochenende - mit herausragender Musik. Sowohl im Club, als auch unterwegs. Die S-Bahn rollte gemächlich an einem "Deutschland sucht den Superstar"-Plakat im gottlosen Osten Berlins vorbei, auf dem Dieter Bohlen mit Heiligenschein zu sehen war. Die blasphemische Überschrift: "Herr, schick Talent vom Himmel". Ein Musikant spielte währenddessen einen Klassiker von Neil Young. Ich unterbrach die Beschallung durch meinen portablen MP3-Player für eine Weile und honorierte die Kunst des talentierten jungen Mannes anschließend mit ein paar Münzen. Dieters Gebete wurden erhört.

Montag, 7. Januar 2008

(Club-)Kultur

Frohes neues Jahr!

Gute Vorsätze habe ich aus Prinzip nicht, daher fühle ich mich auch nicht schlecht, dass so lange kein Beitrag mehr kam. Irgendwann hatte ich mir allerdings mal vorgenommen, jedes Wochenende neue tolle Sehenswürdigkeiten (und Clubs) von Berlin kennenzulernen. Diesem Ziel bin ich nun wieder näher gekommen.

Samstag habe ich darüber hinaus überaus leckere Cocktails gemixt und getrunken. An dieser Stelle möchte ich mich bei meinem Bruder bedanken, der die Weitsicht besaß, mir sowohl Cocktailrezepte als auch einen -shaker zu Weihnachten zu schenken. Beim mixen und trinken war er mir eine wertvolle Unterstützung. Drink des Abends: White Russian!

Mein kleiner Bruder mit Cocktail - Prost!

Nach einem kurzen Zwischenstop bei Maksim ging es dann weiter ins "Maria", wo es feines Drum 'n' Bass zum Nulltarif gab. Etwas heruntergekommen der Laden, aber angenehmes Publikum und guter Sound machten das wieder gut.

Am Sonntag wollten wir uns dann (nach drei Stunden Schlaf) den Botanischen Garten ansehen. Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass dieser wegen Glatteis geschlossen war. Obwohl das Glatteis schon längst durch die Hitze der Stadt verzehrt worden war.

Spontan änderten wir also den Plan und schauten uns die "Story of Berlin" an, ein sehr nettes, lebendiges Museum über die Geschichte der Stadt. Inklusive Führung durch den Atomschutzbunker. Es wurde erklärt, der Bunker würde im Ernstfall zwar noch in Betrieb genommen, aber so richtig durchdacht sei das System nicht. Bombensicher sowieso nicht (nur strahlensicher).

"Was ist das?" - "Blaues Licht.". "Was macht es?" - "Es leuchtet blau.".

Alles in allem also ein gelungenes Wochenende. Fotos kommen noch (wenn ich etwas Schlaf nachgeholt habe ;-).

edit: Fotos sind da...

Sonntag, 16. Dezember 2007

Abstract: Weekend activities included dining, drinking, fighting, brunching, talking and shopping.

Dieses Wochenende war auf mehrfache Weise ungewöhnlich.

Die Verwandtschaft

Zum Einen haben mich meine Schwester und meine Mutter besucht - schonwieder. Ich glaube, sie mögen Berlin. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, in Ilmenau so kurz hintereinander besucht worden zu sein ;)

Zum Anderen habe ich endlich dazu aufgerafft, meine Orangegurt-Prüfung im Jiu-Jitsu abzulegen. Diese zwei Sachverhalte haben dazu geführt, dass ich dieses Wochenende keinen Club von innen gesehen habe (die dritte Ungewöhnlichkeit).

Ich in einem großen Kaffeehaus am Hackeschen Markt

Außerdem habe ich an diesem Wochenende drei neue Restaurants in der Umgebung kennengelernt. Darunter befanden sich ein chinesisches und ein spanisches. Das chinesische hat mich an die vielen anderen China-Restaurants erinnert, die alle beim gleichen Einrichter Kunde zu sein scheinen. Als nette Geste gab es zum Abschied eine Kerze für jeden von uns ("Aus China!"). Sie sind ganz hübsch, aber leider gehen sie nach ein paar Minuten aus, weil der Docht im Wachs versinkt. Das spanische Restaurant hingegen hatte ein tolles Ambiente und ein köstliches kulinarisches Angebot. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass ich in nächster Zeit wieder dort speisen werde ;)

Zu guter Letzt habe ich heute aus einer spontanen Laune heraus zum ersten Mal ein Stück Sachertorte gegessen. Sehr süß, schokoladig und überaus österreichisch.

So kitschig sieht "mein" S-Bahnhof bei Sonnenuntergang aus

PS: War heute außerdem im alten Postfuhramt und habe die fotografischen, teilweise bitterbösen, aber immer humorvollen Gesellschaftsstudien von Martin Parr in der Ausstellung "Assorted Cocktail" gesehen. Sehr empfehlenswert.

Sonntag, 9. Dezember 2007

Der Spandauer Weihnachtsmarkt


Auf dem Spandauer Weihnachtsmarkt - wer hätte es gedacht?

Heute war ich mit Anna-Maria, Lorena und Martin auf dem Spandauer Weihnachtsmarkt. Er ist sehr groß und ziemlich langgezogen. Im Gegensatz zu anderen Berliner Weihnachtsmärkten (z.B. der in der Wilmersdorfer Straße direkt vor meiner Haustür) finden sich hier auch tatsächlich ein paar interessante Waren an den Ständen. Als Beispiel sei hier der Grünkohl aus dem Brottopf (= ein Topf aus Brot) genannt, der nach dem obligatorischen Glühwein verköstigt wurde.

Außerdem wurde heute eines meiner zahlreichen Stereotype zertört, weil ich bisher nicht geglaubt habe, dass Skinheads Brezel essend auf Weihnachtsmärkten flanieren, wie alle anderen auch.

Und ich hoffe wirklich, dass die nette Verkäuferin, bei der ich ein Crêpe erstand, angemessen bezahlt wird. Ihr gegenüber pries ein Wurstverkäufer lauthals seine Waren an - ohne Mikrofon. Das Mikrofon benutzte er nur, um erwähnter Crêpes-Verkäuferin gut gemeinte Ratschläge zu geben: "Lächel doch mal! - Schon besser!". Die arme Frau tat mir fast Leid.

Samstag, 8. Dezember 2007

Saisonaler Eskapismus

Ich traf einmal einen Oberarzt einer Psychiatrie, der mir beim Smalltalk offenbarte, dass im Winter besonders viele Patienten mit Depressionen eingeliefert werden. Dies sei so, weil zu dieser Zeit weniger Sonnenlicht auf den Menschen wirken kann, das für eine gewisse emotionale Stabilität sorgt. Daher werde in der Psychiatrie viel mit Lichttherapie gearbeitet.

Und wie wir alle wissen, macht Sport ebenfalls glücklich.

Meine persönliche Selbsttherapie bestand also heute in der Kombination von Kickboxfitness und Kino (Sport und Licht). Jedenfalls war ich während und nach dem Film ("The Golden Compass") sehr glücklich, obwohl mir das Ende zu schnulzig war, mich der überflüssige Cliffhanger gestört hat und das Eskapismuspotential sehr hoch war. Wie dem auch sei, mir hat dieser fantasievolle Film überaus gut gefallen. Vielleicht, weil er ansonsten einfach gut gemacht ist. Oder weil wir ihn in der Originalfassung gesehen haben. Oder beides.