Der Streik ist vorbei, doch er wirkt noch nach. Am gestrigen Freitagabend mussten wir ganze 25 Minuten auf die S-Bahn warten. In dieser Zeit fragte uns eine ältere, offensichtliche Nicht-Berlinerin, ob wir ihr kleinste Münzen in ein Fünfcentstück wechseln könnten, damit sie einen Fahrschein lösen könne. Ein offensichtlicher Berliner stellte daraufhin fast schon aggressiv fest "Sie wollen jetzt nicht wirklich einen Fahrschein kaufen!". Im nachfolgenden Gespräch erläuterte er der Neu-Berlinerin ein paar grundlegende Regeln der Stadt. Eine davon war, dass Freitagnacht die gesamte Berliner Partygemeinschaft mit öffentlichen Verkehrmitteln unterwegs sei - mit der wolle sich kein vernünftiger Kontrolleur anlegen.
Viel mehr Tips erfuhr die Neu-Berlinerin (die sich trotzdem einen Fahrschein kaufte) nicht von dem Mann, denn ihm "hat dit damals auch keener gesagt".
Am Ende des Gesprächs stellte sich übrigens heraus, dass der Mann - genau wie ich - eine Monatskarte hatte ;)
Ziel dieses Abends war das sogenannte "Festival of Lights", das derzeit in Berlin stattfindet. Dabei geht es im Wesentlich darum, viele große Gebäude in bunten Farben anzuleuchten. Eigentlich wollten wir uns das Brandenburger Tor, den Fernsehturm und den Berliner Dom anschauen. Bei den beiden letztgenannten war das Licht allerdings leider schon ausgeknipst. Berlin-Mitte ist nachts um halb drei aber auch sonst sehr schön. Nun ja, zumindest das Brandenburger Tor war in Farben beleuchtet, die jeden LJ vor Neid erblassen ließen.
Noch interessanter fand ich die dicke Pferdeskulptur des Künstlers Fernando Botero, die derzeit vor dem Brandenburger Tor zu sehen ist.
Botero-Skultur vor dem Brandenburger TorNach einem Bierchen in einer gemütlichen Bar am Hackeschen Markt ging es dann wieder mit der S-Bahn nach Hause. Wir wurden nicht kontrolliert.
Außerdem habe ich es endlich geschafft mein
Betriebssystem auf den neuesten Stand zu bringen. Sieht sehr schick aus und funktioniert auch wunderbar - ich bin entzückt.