Sonntag, 25. November 2007

Ab und zu mal was Neues

Während die Freunde der elektronischen Tanzmusik im Weekend eher das zeitlose, klassische, glattrasierte Gesicht bevorzugten (mich eingeschlossen), waren gestern im Club Moskau überzufällig viele Bartträger zu beobachten (mich eingeschlossen). Sehr inspirierend.
From Berlin

Normalerweise denke ich nicht viel darüber nach, aber nachhinein stelle ich immer wieder fest, wie international diese Stadt ist. Ich war im Club Moskau (gegenüber vom Kino International) mit zwei Franzosen (einer mit Bart, einer ohne) unterwegs und habe mit einem davon (dem bärtigen) hauptsächlich auf englisch gesprochen. Er konnte noch nicht viel deutsch, aber das, was er schon gelernt hatte, war überaus... "französisch" - ich glaube das trifft es ganz gut ;)

Samstag, 17. November 2007

Der abendliche Blick vom Balkon...

... sieht so aus:
From Berlin


War gestern mit meinen Nachbarn im Steinhaus feiern. Nicht der tollste Club, aber schon in Ordnung. Darüber hinaus hat er sehr studentenfreunliche Preise. Eine Nachbarin von mir und ein Nachbar haben auch schon zueinander gefunden. Interessant, wie schnell so etwas gehen kann. Noch interessanter ist die überdurchschnittlich hohe Verbreitungsgeschwindigkeit solcher Nachrichten innerhalb der Etage. Ich scheine in einem Stockwerk mit stark ausgeprägten Kommunikationsstrukturen gelandet zu sein. Finde ich gut.

PS: Mir ist schon klar, dass das Foto sich im Wesentlichen nur durch die Tageszeit von dem letzten unterscheidet. Bestimmt kommen bald wieder interessantere Motive - hoffentlich ;)

PPS: Es gibt sie wirklich, die berüchtigten Einkaufswagendiebe.

Key Learnings Today
1. Im Supermarkt niemals den eigenen Einkaufswagen aus den Augen lassen.
2. Nicht mal für ein paar Sekunden.
3. Immer Einkaufswagenchips statt Eurostücken benutzen.

Dienstag, 13. November 2007

(Äußerst grobe) Typisierung von Musikern, die in Berliner S-Bahnen auftreten

Liebe S-Bahn-Musiker, dieser Eintrag ist euch gewidmet.

Prinzipiell gibt es zwei Arten von diesen Musikern.

Zunächst den künstlerischen: er tritt zu zweit auf, oft mit ausgefallenen Instrumenten, die gut miteinander harmonieren. In der Regel beherrschen die leidenschaftlichen Musiker ihre Instrumente oder ihren Gesang wirklich gut. Darüber hinaus besitzen sie genug Empathie, um die Musik auf die Gefühlslage der Insassen abzustimmen (z.B. leise Berieselung am Morgen, mit schnellerem Tempo gegen Ende). Diesem Typus von S-Bahn-Musiker gibt man gerne ein bisschen Geld, als Zeichen der Anerkennung (es sei denn, man ist armer Praktikant ;).

Dem zweiten Typen von S-Bahn-Musiker gehen nahezu alle dieser Eigenschaften ab. Er tritt allein auf. Er kann weder singen, noch beherrscht er seine ungestimmte Gitarre. Er quält einen zum Feierabend mit krächzendem Gejaule, während man offensichtlich gerade in eine interessante Lektüre vertieft ist. Ich habe kurz überlegt, ob ich ihm Geld gebe, damit er aufhört zu spielen. Dann habe ich es gelassen, da ich vermutete, dass genau das sein Kalkül war.

Samstag, 10. November 2007

Wintereinbruch

Jetzt ist es also soweit. Der Winter ist da.

From Berlin


Erste Vorzeichen konnte ich schon in den letzten beiden Tagen beobachten (Mini-Erkältung, die dank Bier-Heilung schon wieder vorüber ist). Ich muss sie mir zugezogen haben, als ich am Mittwochabend herausgefunden habe, dass ab 1:30 Uhr unter der Woche keine S-Bahnen mehr fahren. Aber wenigstens habe ich so einmal die Nachtbusse kennengelernt - und nicht nur die, aber das ist eine andere Geschichte.

Außerdem weiß ich nun, dass es keine gute Idee ist, nach einer zu kurzen Nacht mit zu wenig Schlaf, zu versuchen Kampfsport zu trainieren (bei dem es unter anderem auf schnelle Reflexe ankommt).

Als wenn das nicht genug wäre, ist mir heute beim Frühstück auch noch eine Zahnfüllung herausgefallen. Interessanterweise haben zwei meiner Nachbarn (die beiden, mit denen ich zufällig gerade am Tisch saß) letzte Woche das gleiche Problem gehabt - scheinbar treibt eine böse Zahnfee ihr Unwesen im Wohnheim.

Fazit: kann eigentlich nur noch besser werden ;)

Sonntag, 4. November 2007

Der eine so, der andere so

Alle paar Jahre werden in Berlin Daten über die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel gesammelt. Dann stehen BVG-Angestelle im Bus und zählen, wie viele Personen ein- und aussteigen und wie viele Stationen sie mitfahren. Ich weiß das, weil ich am gestrigen Nachmittag eine dieser Angestellten danach gefragt hatte, was sie so fleißig auf auf ihrem Clipboard notiere.

In der Nacht sah ich einen weiteren BVG-Mitarbeiter, diesmal in der U-Bahn, ebenfalls konzentriert Notizen auf ein Clipboard schreibend. Er löste Kreutzworträtsel.

Samstag, 3. November 2007

Tagliatelle

Feststellung: italienische Frauen können gut kochen.

Samstag, 27. Oktober 2007

Lichter in der Nacht

Der Streik ist vorbei, doch er wirkt noch nach. Am gestrigen Freitagabend mussten wir ganze 25 Minuten auf die S-Bahn warten. In dieser Zeit fragte uns eine ältere, offensichtliche Nicht-Berlinerin, ob wir ihr kleinste Münzen in ein Fünfcentstück wechseln könnten, damit sie einen Fahrschein lösen könne. Ein offensichtlicher Berliner stellte daraufhin fast schon aggressiv fest "Sie wollen jetzt nicht wirklich einen Fahrschein kaufen!". Im nachfolgenden Gespräch erläuterte er der Neu-Berlinerin ein paar grundlegende Regeln der Stadt. Eine davon war, dass Freitagnacht die gesamte Berliner Partygemeinschaft mit öffentlichen Verkehrmitteln unterwegs sei - mit der wolle sich kein vernünftiger Kontrolleur anlegen.
Viel mehr Tips erfuhr die Neu-Berlinerin (die sich trotzdem einen Fahrschein kaufte) nicht von dem Mann, denn ihm "hat dit damals auch keener gesagt".
Am Ende des Gesprächs stellte sich übrigens heraus, dass der Mann - genau wie ich - eine Monatskarte hatte ;)

Ziel dieses Abends war das sogenannte "Festival of Lights", das derzeit in Berlin stattfindet. Dabei geht es im Wesentlich darum, viele große Gebäude in bunten Farben anzuleuchten. Eigentlich wollten wir uns das Brandenburger Tor, den Fernsehturm und den Berliner Dom anschauen. Bei den beiden letztgenannten war das Licht allerdings leider schon ausgeknipst. Berlin-Mitte ist nachts um halb drei aber auch sonst sehr schön. Nun ja, zumindest das Brandenburger Tor war in Farben beleuchtet, die jeden LJ vor Neid erblassen ließen.

Noch interessanter fand ich die dicke Pferdeskulptur des Künstlers Fernando Botero, die derzeit vor dem Brandenburger Tor zu sehen ist.

Botero-Skultur vor dem Brandenburger Tor

Nach einem Bierchen in einer gemütlichen Bar am Hackeschen Markt ging es dann wieder mit der S-Bahn nach Hause. Wir wurden nicht kontrolliert.

Außerdem habe ich es endlich geschafft mein Betriebssystem auf den neuesten Stand zu bringen. Sieht sehr schick aus und funktioniert auch wunderbar - ich bin entzückt.